Der Berger des Pyrennes sind französische Hütehunde, die in den Pyrenäen zu Hause sind und von der Landschaft über Generationen geprägt wurden. Ihre Aufgaben war es sich in der rauhen Gebirgslandschaft allein zurecht zu finden. Zeitweise haben sie mehrere Tage keinen Kontakt zu ihrem Schäfer. Das erklärt beispielsweise, warum diese Hunde so eigensinnig und unabhängig sind.
Im Gegensatz zum Bordercollie, der eng mit seinem Schäfer zusammenarbeitet, sind die Pyrenäenschäferhunde auf niemanden angewiesen, selbständige Gesellen, die auf ihren Job, das Hüten fixiert sind.
Obwohl er für seine Familie ein aufmerksamer Beschützer und treuer Begleiter ist, sind die meisten Berger des Pyrenees Fremden gegenüber eher zurückhaltend. Es wäre bei der Arbeit an der Herde ja auch sehr unpraktisch, wenn der Hund seine Schafe für jeden dahergelaufenen Fremden im Stich lassen würde, um sich streicheln zu lassen! Im Gegenteil war es seine Aufgabe, die Herde vor allem Fremden zu beschützen und im Notfall durch sein Gebell Hilfe herbei zu rufen. Bei vernünftiger Sozialisierung und Prägung von den ersten Lebenstagen an, aber natürlich auch in seiner "neuen" Familie, lässt sich dieses Verhalten durchaus reduzieren.
Der Berger des Pyrenees ist ein temperamentvoller und außergewöhlicher Hund. Er ist nicht besonders groß und schwer. Er ist ein absolutes Powerpacket das bei einem Minimum an Größe und Gewicht ein Maximum an Energie ausstrahlt. Er ist eigensinnig und benötigt im allgemeinen eine feste Hand um seinTemperament in die richtigen Bahnen zu leiten. Täglich ausgiebige Spaziergänge reichen nicht aus um das Beste aus seiner Intelligenz und Lebhaftigkeit zu machen. Kopfarbeit ist dringend nötig, aber auch in verschiedenen Hundesportarten ( Agility, Fribee, Flyball, Dogdance) oder beim erlernen von Kunststücken, dabei fühlt der Pyri sich wohl.
Sollte sich der Berger langweilen wird er es eigenständig in die Pfote nehmen um etwas an diesem Zustand zu ändern. Nicht immer zur Freunde von Frauchen und Herrchen.
Kurz zusammen gefasst: Ein Traumhund in den Händen einer Fachfrau oder Fachmanns. Ein liebenswerter Teufel für all die, die sich nur in das struppige Aussehen verliebt haben und nicht wissen, wie sie mit ihm umzugehen haben.
Man unterscheidet zwei Rassen mit gleichen Namen. Es gibt die Rasse Langhaar, die offiziell als Museau Normalbezeichnet wird und die dann in zwei Fellvarianten vorkommt.
Glatthaarige Vertreter werden offiziell als Face Rase bezeichnet, da sie viel kürzere Haare im Gesicht aufweisen.
Größe: Rüden 40-48cm, bei der Hündin 38-46cm ( Langhaar)
Rüden 40-54cm, bei der Hündin 40-52cm ( Glatthaar)
Ursprungsland: Frankreich
Rassegruppe: 01:Hüte- und Treibhunde FCI- Nr.141 (Langhaar)
und FCI- Nr.138 ( Kurzhaar)
Wesen: Dieser Hund ist selbstbewusst, äußerst intellegent,
energiegeladen aber auch eigensinnig und misstrauig.
Kein Hund für Anfänger!!
Farben: Mit der Ausnahme von weiß sind alle Farben von Sand- über
Weizenfarbe, Rotblond über verschiedene Brauntöne und
Grau in Abstufungen und Harlekin bis Schwarz zugelassen
und möglich.